Die Orgel der Auferstehungskirche Ittenbach

Orgel in der Auferstehungskirche in Ittenbach

Die Orgel wurde im Winter 1991 durch den Betrieb „Tonstube C. Bieker“ und den Orgelbauer Marcus Kaul größtenteils aus Gebrauchtteilen erbaut, finanziert wurde Sie durch Spenden, einen Förderverein, einen Zuschuss der Landeskirche und den Verkauf des damals vorhandenen Orgelpositivs.

 

 

 

Dabei ergab sich folgende Disposition (in Klammern die Baujahre der einzelnen Register):

Hauptwerk:

Rohrflöte 8'  (1953)
Principal 4'  (1991)
Gemshorn 2'  (1964)
Mixtur 3-4f. 11/3  (1964)

Schwellwerk:

Gedackt 8'  (1860)
Gedecktflöte 4'  (1964)
Sesquialter 22/3’ und 13/5  (1991)
Principal 2'  (1964)
Sifflöte 1'  (1964)

Pedalwerk:

Subbaß 16'  (1964)
Offenbaß 8'  (1991)
Oktavbaß 4'  (1964)
Trompete 8'  (1991)

(Spielhilfen: Manualkoppel II/I, Pedalkoppeln I/P, II/P)

Insgesamt kostete die Orgel damals 94.734 DM, eine Offerte, die man auf den ersten Blick als „günstig“ bezeichnen könnte. Leider zeichneten sich schon relativ schnell nach der Weihe die bis heute immer wieder auftauchenden Probleme ab, die einem Organisten auf Dauer durchaus Probleme bereiten. 

Klang und Raum – das Pfeifenwerk

Betrachtet man die verschiedenen Jahrgänge der einzelnen Register dieser Orgel, wird offenbar, dass kein einheitliches Klangkonzept bei Erbauung der Orgel vorgelegen haben kann. Ein Register aus der Zeit der Romantik (1860) steht neben Registern aus Zeit der sog. Orgelbewegung und des Neobarock (1964) und vier „neuen“ Register (1991). Organisten, Orgelsachverständige, Liebhaber und Gottesdienstbesuchern fällt immer wieder auf: die Orgel ist zu laut, zu schrill. Der Gründe dafür sind mehrfach: zunächstist das Hauptwerk auf 4'-Basis, also eine Oktave höher als die Äquallage - wie etwa die menschliche Stimme. Weiterhin sind die verschiedenartigen Register problematisch: die Grundstimmen (Flöten 8’) und insbesondere der wesentliche Subbaß 16’ im Pedal sind für die kleineren, helleren Register einfach nicht tragfähig genug, das wurde im Übrigen bereits bei der Abnahme 1992 durch einen Orgelsachverständigen festgestellt. Dafür sind die Aliquotregister (Sifflöte 1’, Prinzipal 2’, Mixtur, etc.) viel zu stark, sowohl im Raum als auch direkt an der Orgel. Das Problem wurde schon mehrmals versucht zu beheben, etwa durch Umintonierung einzelner Register, zu einem befriedigenden Ergebnis hat das offenbar bis heute nicht geführt. Wer schon einmal Gelegenheit hatte, einen Blick in die Orgel zu werfen, kann Abenteuerliches bestaunen: Holzpfeifen, die vor ganzen Werken liegend montiert sind, wild gekröpfte Pfeifen, chaotisch verlegte Schläuche, verbogene und beschädigte Pfeifen, und das alles auf sehr beengtem Raum. Daher lassen sich die Register kaum einheitlich einigermaßen sauber stimmen, was zu dem unschönen Ergebnis kraftvoller, schriller, verstimmter Töne führt. So ist derzeit die Mixtur das „Register diaboli“, nachdem ein etwa dreijähriges Kind bei einer Taufe durch den Klang derart verschreckt und verstört war, dass es dem Gottesdienst nicht mehr beiwohnen wollte und konnte – so lässt sich kein Nachwuchs in der Kirche halten. Schade ist dabei, dass sich einige wirklich schöne Klangfarben, zu der die Orgel zumindest auf dem Papier im Stande sein müsste, durch diese Umstände kaum erreichbar sind, oder nur partiell annehmbar klingen. Darüber hinaus ist das langfristige Stimmen nahezu unmöglich, da die Orgel absolut windstößig, beinahe schon asthmatisch ist, das heißt, der Winddruck schwankt, je nach dem, wie viele Pfeifen gleichzeitig erklingen, und mit ihm schwankt die Intonation.

Wie ließe sich Abhilfe schaffen? Letztlich nicht durch kleine Arbeiten, da wurde in den letzten 20 Jahren schon zu viel Geld für nur unbefriedigende Ergebnisse ausgegeben. Wenn, dann braucht es einen „großen Wurf“: eine generelle Neugestaltung der Orgel, bei der alle unzulänglichen Teile durch neue ersetzt werden und wirklich nur das beibehalten wird, was einen zuverlässigen Betrieb ermöglicht. Allerdings sprechen wir dann direkt von einem Auftragsvolumen von mehr als 100.000,- Euro - eine finanzielle Leistung, die erst noch zu stemmen sein wird.

...findet am 15. Sonntag nach Trinitatis, dem 24. September um 10:30 Uhr in der Christuskirche mit Pfarrerin Christina Gelhaar statt. Danach,wie immer, unser Kirchencafé. Herzliche Einladung!

...ist eine Taizé-Andacht und findet am Samstag, dem 7. Oktober um 18:00 Uhr in der Auferstehungskirche zum Thema Woher - Wohin? statt. Herzliche Einladung!

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...wird noch überarbeitet. Alle wichtigen Informationen sind dennoch hier zu finden.